Nachdem ich La Paz und seine weitere Umgebung entdeckt habe, bin ich nach Uyuní in den Anden im Südwesten Boliviens gereist, um den größten und einen der höchstgelegenen Salzseen der Welt zu besichtigen. Als ich ein halbes Jahr zuvor mitten in der tiefsten Regenzeit dort war, habe ich die Salzwüste nicht komplett durchqueren können. Ich habe auch einige interessante Sehenswürdigkeiten nicht besuchen können. Unter anderem vermisste ich beeindruckende Naturwunder der rotbraunen Wüstenlandschaft, wie die Laguna Blanca und die Laguna Verde. Dieses Mal konnte ich beide, aufgrund von Mineralien in sattem Grün bzw. leuchtendem Weiß schimmernden Lagunen, besichtigen. Ich kann sagen, dass die Lagunen noch immer märchenhaft schön und außergewöhnlich sind, wie ich das bei meinen vorherigen Besuchen schon mal festgestellt habe. Hier folgt ein ausführlicher Bildbericht über eines der aufregendsten Naturwunder Boliviens:

Uyuní ist eine verschlafene, endlose Wüstensiedlung. Wäre die weiße Salzgegend mit ihren magischen und unbeschreiblichen Spiegelseen und horizontalen Salzpanoramen nicht in der Nähe, würde die Siedlung kaum jemanden interessieren.

Salar de Uyuní’s einzige Salzabbau-Ortschaft, die das Salz auf traditionelle Art und Weise verarbeitet, befindet sich in Colchani. Das perfekt glatte, riesige Salzfeld lagert etwa zehn Milliarden Tonnen Salz ab. Jährlich werden in Colchani etwa 25.000 Tonnen abgebaut und weiterverarbeitet.

Dank einiger Reisender aus Ungarn wurde vor kurzem auch die ungarische Fahne mitten im trockenen Salzsee montiert. So musste ich gleich am ersten Tag unserer Jeep-Tour ein Foto mit der ungarischen Trikolore knipsen.

Aufgrund der extremen Witterungsbedingungen und den außergewöhnlichen Straßenbedingungen war es erforderlich, unseren Geländewagen mit Allradantrieb während der dreitägigen Tour durch die Salzwüste kontinuierlich zu warten und reparieren.

Werkstattgeheimnisse oder wie man witzige Fotos auf der riesigen Salzkruste knipst.

Ans Ufer der Laguna Verde an der bolivianisch-chilenischen Grenze wagten sich wegen der klirrenden Kälte nur wenige. Hier ist die Temperatur immer spürbar niedriger als auf dem gleichen Breitengrad in Südamerika. Eine Kälte von minus zwanzig Grad tagsüber ist nicht ungewöhnlich. Der hinter dem See liegende inaktive Vulkan Lincancabur ist der höchste Gipfel der Erde ohne permanente Schnee- und Eisdecke.

Steppenartige Flora, rosa Flamingos und eine majestätische Kulisse von schneebedeckten Vulkanen der Anden.

Mitten in der bolivianischen Salzpfanne liegt der einzige markante Punkt des Salar, eine rund 25 Hektar große Insel mit einem Wald aus gigantischen Kakteen. Incahuasi ist eine aus einem Vulkan entstandene Salzinsel mit spektakulären Säulenkakteen bis zu 20 m Höhe.

Obligatorische Jeepkontrolle und Tanken in der Dämmerung.

Aus Körpernähe habe ich rosa Flamingos beobachtet und fotografiert.

Die Lagunen bieten einen begehrten Spiegeleffekt in der atemberaubend schönen, endlosen Landschaft.

Die riesigen Felsen machen unseren Geländewagen zu einem Zwerg.

Die 20 bis 30 Meter hohen bizarren Felsformationen bestehen aus vulkanischem Tuff und wurden durch Wind und Erosion zu interessanten Gebilden geformt.

Der von Erosion geformte etwa sieben Meter hohe Árbol de Piedra ist ein Symbol der Siloli-Wüste.

Die Laguna Colorada, eine Farbexplosion mitten in den Anden, liegt am Fuße des 5.498 Meter hohen Cerro Pabellón. Seine auffällige knallrote Farbe wird durch die Wechselwirkung der vorherrschenden Algenart und dem hohen Gehalt an kupferhaltigen Mineralien seines Wassers hervorgerufen.

An der Grenze zwischen Bolivien und Chile pufft der aktive Vulkan Ollagüe auf einer Höhe von 5.868 Metern.

Meine aktuelle australische Begleiterin wärmt sich bei einer der Fumarolen im Geysirfeld Sol de Mañana bei strahlend blauem Morgenhimmel auf.

Frierender Vogel an der bolivianisch-chilenischen Grenze in der Nähe von Laguna Blanca.

Am Fuße des Vulkans Licancabur hat sich die Farbe von Laguna Verde, die auf 4.400 Metern Höhe in satten Grüntönen strahlt, im Laufe der Jahre komplett verändert. Trotz der ständigen Kälte ist der See mein ewiger Favorit.

Unweit der kleinen Siedlung von San Cristóbal zeigte uns unser Fahrer das sumpfige Gebiet, in dem sich eine reiche sumpfartige Flora und Fauna entwickelte. Diese Gegend, die kaum in den Programmpunkten der bolivianischen Reisebüros enthalten ist, wurde zu meinem neuen Favoriten.

Wenn Dir meine Abenteuer gefallen und Du auch gerne mal so eine Reise erleben würdest, dann schau mal hier vorbei.

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