Dieses Mal lernte ich auf dem riesigen Plateau des brasilianischen Hochlands die geologischen Kuriositäten der Chapada dos Veadeiros kennen. In der trockenen Savanne bestieg ich Hunderte Millionen Jahre alte Schluchten und bewunderte wildromantische Täler und eine farbenfrohe Pflanzenwelt.

Ich bin gerne sehr gut vorbereitet auf die Orte, an die ich auf meiner Südamerika-Reise zum ersten Mal reise. Ich sammle im Voraus detaillierte Informationen hauptsächlich über weniger bekannte und selten besuchte Nationalparks. Dies ist der Fall bei der Chapada dos Veadeiros, einem der vielfältigsten tropischen Ökosysteme der Welt.

Das Planalto Brasileiro ist das größte Altland Südamerikas.

Die Wanderpfade im wahren Naturparadies der Chapada werden für immer zu meinen schönsten Erinnerungen gehören.

Ich habe früher mal auf der Website des 1961 gegründeten Nationalparks gelesen, dass das Naturschutzgebiet wie die meisten brasilianischen Museen montags geschlossen ist. Ich plante daher für diesen Tag eine alternative Wanderung, aber zum Glück war der Ruhetag Montag vor kurzem aufgehoben worden, so traf ich dieses Mal nach den Rio Preto-Wasserfällen auf ein komplett anderes Gesicht des Cerrado-Buschlands.

Der Weg führt durch offene, grasbewachsene Landschaften.

Der rot markierte Wanderweg versprach genauso lang, aber geländemäßig sehr viel einfacher zu sein als meine Wasserfallwanderung am Vortag. Der gesamte Höhenunterschied betrug nur 200 Meter, daher erwartete mich ein relativ flaches Gelände. Ich hatte das Gefühl, dass sich mein Körper in einem Tag an die enorme Hitze gewöhnt hat, so machte ich mich mit großer Begeisterung zur nächsten Wanderung auf, um die geologischen Kuriositäten des Plateaus kennenzulernen.

Der durch das Wechselspiel von Erosion und Denudation entstandene Canyon ist von einer einzigartigen natürlichen Umgebung umgeben.

Wo der Fluss jetzt fließt, schlängelt er sich zwischen zwei Milliarden Jahre alten Felsen.

Mein erstes Wanderziel führte zu steilen Felshängen und Schluchten, deren Sedimentgesteine ​​und Fossilien Hunderte Millionen Jahre alt sind. Um dorthin zu gelangen, musste ich fast fünf Kilometer auf einem flach abfallenden Gelände zurücklegen.

Einzigartige endemische Flora und Vegetation.

Ich folgte einem Pfad mit gut gebauten Holzbrücken und begehbaren Treppen. Diesmal zeigte sich das üppige Paradies der Savanne, das reich an Farben und Formen ist, noch mehr. Nach Angaben des World Wide Fund For Nature (WWF) kommt ein Drittel der brasilianischen Pflanzenarten in der Chapada dos Veadeiros vor. Ich drehte daher meinen Kopf ständig von links nach rechts und kam mir wie ein japanischer Tourist mit dem seltsamen Verhalten vor, alle einigermaßen auffälligen Momente der lebendigen Natur mehrfach fotografieren zu wollen.

Unglaubliche Fülle an bunten Pflanzen in der Hochsavanne.

Die wildromantischen Täler und bizarren Felsformationen der Schluchten, die durch Wasser- und Winderosion entstanden sind, sind besonders spektakulär. Die Gesteinsschichten der ca. 40 m hohen Schlucht wurden vor vielen Jahrtausenden bis Jahrmillionen gebildet.

Die savannenartige Region Zentralbrasiliens ist geprägt von Bergen, die durch einen mehrstufigen Riss gebildet wurden, und den dazwischen liegenden weiten Hochebenen.

Die fast 300 Meter langen Canyons laden zur Erkundung ein.

Teil der ältesten geologischen Formationen der Erde sind die in den Fels gewaschenen tiefen Schluchten der Chapada dos Veadeiros.

Über einen unberührten Pfad, der parallel zum Rio Preto verläuft, erreichte ich eine weitere unumgängliche Attraktion des Nationalparks. Es ist eher unwahrscheinlich, dass der Wasserfall Carioca nach in Rio geborenen Personen benannt ist. Am Fuße des Flusses und um den Wasserfall bildeten sich kleine Naturpools. So tankte ich in der idyllischen Umgebung mit einem Bad im angenehm warmen Wasser Kopf und Geist auf. Anschließend konnte ich mit neuer Kraft in Richtung Parkausgang weitermarschieren.

Es wäre eine Schande gewesen, den malerischen Carioca-Wasserfall zu verpassen.

Die Naturpools des Rio Preto können von einer der Höhenlagen aus gut fotografiert werden.

Wieder habe ich eine brillante Wanderung hinter mir. Brasilien scheint jeden Tag neue Überraschungen zu bieten… Die Chapada dos Veadeiros – benannt nach den im Cerrado beheimateten Sumpf- und Pampahirschen – ist ohne Zweifel ein monumentales Wunder unvergleichlicher Natur, eines der ganz besonderen Juwelen der „grünen” Reisenden.

… und es war erst der zweite Tag. Was könnte denn als nächstes kommen?!

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