In Foz do Iguaçu übernachtend verbrachte ich mehrere Tage am Dreiländereck in Brasilien, neben Paraguay und Argentinien, von wo aus ich die beiden möglichen Seiten des größten Wasserfall-Systems der Welt besichtigte. Die Nationalparks waren voller Besucher, die langen Warteschlangen auf die Schmalspureisenbahn auf der argentinischen Seite stellten einen Negativ-Rekord auf. Obwohl es sich gelohnt hat, den breiten Wasservorhang der Iguazú-Fälle nach neun Jahren nochmals zu bewundern, genoss ich diesmal die üppige Vegetation des Pfades, der den Parque das Aves umgibt, viel mehr als den Wasserfallkomplex in der Mündung des Rio Iguaçu, der zunehmend unter dem Fluch des Massentourismus leidet.

Obwohl die atemberaubenden Iguazú-Wasserfälle erst in den nächsten Tagen in meinem Programm enthalten waren, gab es in der unmittelbaren Umgebung von Foz do Iguaçu viele andere sehenswerte Attraktionen. Daher besichtigte ich am ersten Nachmittag nach meiner Ankunft den im Jahre 1994 gegründeten Parque das Aves.

Direkter, gitterloser Kontakt zu den Vögeln in großen Freifluggehegen.

Der Besuch des herrlichen Vogelparks war wegen dem hohen Anteil an endemischen Vögeln und dem enormen Artenreichtum der Pflanzen ein bleibendes Erlebnis.

Während ich die Vögel ohne “Gitter vor den Augen” bewunderte, fühlte ich mich im “Parque das Aves” als Teil des subtropischen Regenwalds.

Belmond ist das einzige Luxushotel auf der brasilianischen Seite des Iguaçu-Nationalparks. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe der Wasserfälle in tropischer Umgebung. In der brasilianischen Stadt der Wasserfälle genügte es jedoch, im Zentrum von Foz do Iguaçu zu übernachten, wo die riesige Touristenmenge, die am nächsten Tag am Parkeingang auf mich wartete, überraschend gut verteilt war…

Der Iguazú ist zweifelsohne eines der meistbesuchten Naturwunder in Südamerika, daher ist der Massenauftritt von Touristen unvermeidlich.

2011 besuchte ich zum ersten Mal Iguazú, das aus 20 größeren sowie 255 kleineren Wasserfällen auf einer Ausdehnung von fast drei Kilometern besteht. Schon damals war es unmöglich zu entscheiden, ob der Wasserfall auf der brasilianischen oder der argentinischen Seite beeindruckender ist, da beide ihren (unterschiedlichen) Reiz haben. Wie vor neun Jahren begann ich meinen Besuch auf der relativ übersichtlichen brasilianischen Seite. Aus Richtung Foz kann man das gesamte Wasserfall-System besser bewundern, daher ist der größere Panoramablick von der brasilianischen Seite aus möglich.

Die je nach Wetterlage und Sonnenlicht, überall vom Regenbogen umrahmten Wasserfälle sind sowohl von atemberaubender Natur als auch Opfer des Massentourismus, dennoch wunderschön, aufregend und fabelhaft.

Trotz des verrückten Ansturms lauter Touristengruppen stieß ich auf den Pfaden inmitten einer einzigartigen Urwaldkulisse auf eine ganze Reihe von endemischen Vögeln, so bewunderte ich unter anderem dutzende Kappenblauraben.

Auf der argentinischen Seite gelangt man über Stegkonstruktionen “mitten” zu den Wasserfällen. Man kann den U-förmigen 150 Meter breiten und 700 Meter langen Teufelsschlund (auf Spanisch Garganta del Diablo) beim gewaltigen Donnern der Wassermassen aus nächster Nähe bewundern.

Wenn man wegen der Gischt und dem Wasserdampf in der Luft platschnass werden möchte, kann man sich dem spektakulären Wasserfall auch mit dem Boot für ein extremes Abenteuer nähern.

Der schwindelerregendste Aussichtspunkt der argentinischen Seite, von wo aus man das riesige Wasserfall-System deutlich sehen kann.

Zusammen mit Patricia und Gergő, die drei Wochen mit mir unterwegs sind, verabschiedeten wir uns von Puerto Iguazú mit einem berühmten argentinischen Steak und dem Malbec-Wein der Bodega Trapiche.

Da wir uns so nah an der paraguayischen Seite der Triple Frontera befinden, beschließen wir, am nächsten Tag einen kleinen Ausflug in die Grenzstadt Ciudad del Este, die zweitgrößte Stadt Paraguays, zu unternehmen.

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