Von Medellín aus habe ich schon das dritte Mal in drei Jahren einen aufregenden ganztägigen Ausflug ins beschauliche Guatapé unternommen, das durch äußerst farbenfrohe Häuser mit ornamental gestalteten Zementsockeln geprägt ist. Unweit vom wunderschönen bunten Städtchen habe ich das ikonische Wahrzeichen der Region, den Peñol-Felsen, der Guatapé überragt, erneut erklommen.

Zwei Stunden von Medellín entfernt findet sich in einer üppigen Berglandschaft der riesige Stausee „Embalse del Peñol-Guatapé“, der in den 1960er Jahren entstand und zerklüftete Täler bedeckt. Der Stausee hat mit seiner Auffüllung sowohl die umliegende Landschaft als auch die Stadt Guatapé komplett neu gestaltet.

Den spektaulärsten Rundumblick der Gegend bietet der einzigartige 2.100 Meter hohe Aussichtspunkt auf dem beeindruckenden Monolithen am Fuße des Peñol-Guatapé-Staudammes. Von hier aus kann man die wunderschöne Seenlandschaft mit seinen grünen Bergen, blauen Seen und dem Stausee bewundern.

Die kolumbianische Flagge flattert stolz im Wind auf dem Gipfel von La Piedra (= der Stein), der Fels mit der “besten Aussicht der Welt”.

Den Gipfel des auffälligen Inselberges bestiegen erstmals im Juli 1954 offiziell drei Kletterer. Einem von ihnen, Luis Eduardo Villegas López, wird am Ausgang mit einer Skulptur gedacht. Interessanterweise ist der Bergsteiger der Vorfahre jener Familie, deren riesiger Granitzuckerhut und dessen unmittelbare Umgebung sich immer noch in Privatbesitz befinden.

Eine charakteristische, ca. 70 Millionen Jahre alte, geologische Formation, die dem Corcovado in Rio de Janeiro sehr ähnlich ist. Der Fels wurde von den indigenen Ureinwohnern als heilig und unantastbar verehrt. Die relative Höhe des Felsblocks beträgt ca. 220 Meter und die Landschaft ist durch Wälder, Seen und Felsformationen geprägt.

Weitere visionäre Aussichten erlebte ich in Guatapé, das wegen seiner erstaunlichen Farben als das schönste und farbenfrohste Dorf des Landes gilt. Es gibt hier kaum einen Flecken, der nicht bunt ist. Es ist ein angenehmes Gefühl auf den liebevoll angelegten und gepflegten Kopfsteinpflasterstraßen an bunten, alten Häusern die mit den schönsten Motiven gestrichen sind, entlang zu spazieren.

Auf dem Hauptplatz von Guatapé findet sich die griechisch-römische Maria-vom-Berg-Karmel-Kirche, die im 19. Jahrhundert nach lokalen Legenden von einem Orangendieb der seine Strafe zu erfüllen hatte, erbaut wurde.

Gemütlicher, unvergleichlicher Platz in der Innenstadt des äußerst bunten Ausflugs-Dorfs Guatapé.

Liebevoll verzierte und in strahlenden Farben in Reliefkunst gestaltete Zócalos (Häusersockel) warten hier in beinahe jeder Straße und in unglaublicher Vielfalt.

Die Besucher werden vom kolossalen Fels El Peñón, der auf halber Strecke zwischen Guatapé und Peñol liegt, angezogen. Über Ziegeltreppen durch einen breiten Spalt seitlich am Felsen führt der Weg auf die Spitze des Berges, damit mehr Menschen die spektakuläre Aussicht genießen können.

Das letzte Mal war ich in der Weihnachtszeit bei La Piedra. Der Parkplatz und der Aussichtsplatz füllten sich schon am Vormittag sehr schnell auf.

Aus dieser Perspektive kann das Gelände um den Stausee und der massive Felsen nur von einem Hubschrauber aus bewundert werden. Es war eine sehr beeindruckende und einmalige Erfahrung für die zwei ungarischen Touristen Csaba und Dániel, die ich derzeit für einen Monat als Guide in Kolumbien betreue.

Der spektakulärste Ausblick Kolumbiens auf eine wirklich surreale Landschaft.

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