Der uralte Zeremonialplatz aus der Moche-Periode liegt 50 Kilometer von Trujillo entfernt. Hier, an der kargen, wüstenartigen Nordküste Perus, machten die Archäologen vor 15 Jahren einen sensationellen Fund. Die Forscher entdeckten die perfekt erhaltenen mumifizierten Überreste einer weiblichen Mumie aus dem 5. Jahrhundert…

In den letzten Tagen habe ich mich so an den lokalen Minibus-Transport gewöhnt, dass ich von Huanchaco sehr leicht mit einem Umstieg nach Chocope kam, von wo aus mich ein Sammeltaxi auf ungeteerter Straße in die kleine Siedlung von Magdalena de Cao brachte.

Ohne Mototaxis spazierte ich fast fünf Kilometer in Richtung des Pyramidenkomplexes. Auf halber Strecke wurde ich von der örtlichen Polizei mitgenommen. Zehn Minuten später befand ich mich schon am Fuße der Pyramide und am Eingang des Museums.

Ein Portrait über die rätselhafte Fürstin von Cao (auf Spanisch “La Dama de Cao”) läßt sich an den Wänden der Häuser von Magdalena de Cao begutachten.

Die sterblichen Überreste der in Baumwolle gehüllten “tätowierten Mumie” wurden im liebevoll gestalteten Museum ausgestellt. Basierend auf archäologischen und medizinischen Forschungen starb die Hohepriesterin an den Komplikationen einer Schwangerschaft im Alter von etwa Mitte zwanzig.

Die ca. 25-jährige Frau mit einem volltätowierten Arm war – wegen ihrer kunstvoll verzierten Grabkammer – möglicherweise eine einflussreiche Anführerin oder eine hochgestellte Priesterin/Schamanin der Mochica. Der ungewöhnliche Fund und die kostbaren Grabbeigaben bestätigen, dass auch Frauen in der Moche Zivilisation mit bedeutender religiöser bzw. politischer Macht versehen waren.

Die archäologische Ausgrabungsstätte aus der Moche-Periode liegt an der Nordwestküste Perus und besteht aus sieben überlappenden Gebäuden, die in fünf Jahrhunderten von den Bewohnern dieser Hochkultur erbaut wurden.

Eine der ausgegrabenen Ebenen der mehrstufigen Lehmpyramide mit den original bemalten Wandreliefs.

Prachtvolle Fresken eines mehrfarbigen Hochreliefs mit einer bewegenden Gefangenenszene in der Huaca Cao Viejo.

Obwohl ich am Samstag den Pyramidenkomplex besuchte, war außer mir und einer Gruppe von einheimischen Touristen niemand an der archäologischen Stätte der alten Moche-Kultur.

Eine mit charakteristischer Gravur verzierte Ikonographie aus der Zeitepoche der Moche, die eine tanzende menschliche Figur darstellt.

Wandmalereien in einem sehr guten Zustand.

Detaillierter ritueller Kalendar der Moche an einem der Wandstümpfe der Huaca Cao Viejo.

Die abgeschnittene Huaca Cortada auf dem Gelände des archäologischen Komplexes El Brujo muss noch vollständig erforscht werden.

Die Mochica, die zwischen 100 und 700 n. Chr. das Chicama-Tal regierten, verbrachten viel Zeit mit ihren Wandbildern.

Das Wandsystem des zentralen Kultplatzes hat sich trotz seinen ursprünglichen Farben in einem schönen Zustand erhalten.

Wenn ich immer und überall nach einem Colectivo oder einem Mototaxi Ausschau halten würde, würde ich solche sympathische Wesen am Straßenrand nicht bewundern können…

In schmucklosen Gräbern wurden vier weitere mumifizierte Moche-Frauen entdeckt, die darauf schließen lassen, dass diese Personen geopfert wurden, um ihre Herrscherin ins Jenseits zu begleiten.

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