Aus irgendeinem Grund habe ich mich am meisten darauf gefreut, demnächst in die Grenzgebiete der aktuellen Andenschneegrenze zu gelangen. Als ich mich mit meiner Wanderpartnerin geeinigt habe, zum Leijacocha-Meeresauge zu wandern und dort auch zu zelten, hatte ich das Gefühl, dass es in der Höhenlage stark schneien würde… Ein Bildbericht über Papierbäume, Gletscherlagunen, Andenstürme und Hagel.

Pan und ich behielten unsere Gewohnheit bei, wachten im Morgengrauen in Huaraz auf und machten uns früh auf den Weg in die Berge der Cordillera. So früh, dass wir bereits um halb sieben Uhr am Dorfrand von Vicos wanderten.

…wenn wir uns in den ersten zehn Minuten unserer Trekkingtour nicht im Eukalyptuswald leicht verirrt hätten, hätten wir den majestätischen, in Puderzucker getauchten Gletscher des Nevado Hualcán (6.122 m) verpasst.

Als wir höher und höher stiegen, veränderte sich nennenswert die Andenflora. Die Eukalyptusbäume wurden durch Papierbäume (in Peru Tabaquillo genannt) ersetzt. Einige hundert Meter höher werden mächtige, wohlgeformte Fünftausender und schneebedeckte Sechstausender erscheinen.

Die Gletscherwand des heiligen Nevado Copa (6.188 m) scheint in greifbarer Nähe zu sein.

Neben schneebedeckten Bergrücken gibt’s auch andere Fotomotive.

Auf unwegsamem und felsigem Gelände nähern wir uns der Moräne.

Noch eine Pause, noch ein Gletscher. Die landschaftliche Schönheit des Aufstiegswegs beeindruckt uns sehr. Wir fühlen uns von den majestätischen Bergen berührt.

Der Wanderpfad zieht sich Serpentine um Serpentine nach oben. Wir halten die unvergesslichen Momente fest.

Am frühen Nachmittag erreichten wir das Plateau und unser Hochlager-Plätzchen unterhalb der Moräne. Auf meinen Vorschlag hin und wegen der Schneewolke, die sich über dem Nevado Copa sammelte, bauten wir schnell unser kompaktes Zelt auf.

Um halb zwei Uhr nachmittags zeigt sich der Bergsee Leijacocha, 4.600 Meter über dem Meeresspiegel, in voller Pracht.

In Höhenlagen am Berg ändern sich die Bedingungen schnell. Bevor am Nachmittag der große Schneefall eintrifft, fotografiere ich noch den Gipfel des nahen Copa-Gebirges.

Das intensive Gewitter und den massiven Schneefall erlebten wir bereits in unseren warmen Schlafsäcken. Es rüttelte, schüttelte und zerrte für mehr als eine Stunde an unserem kleinen Zelt. Nach dem Schneefall schien die Sonne wieder, als wäre nichts passiert. Ein atemberaubendes Panorama entfaltete sich vor uns.

Erster Tag, sechs Uhr abends: unser aktuelles Zeltlager – roter Teil auf dem Bild – nach anderthalb Stunden Starkregen und Schneefall.

Die Suppenbasis besteht aus kleinen Hagelkörnern.

Unweit der Lagune von Leijacocha campen wir an einer Stelle, die durch Steinmauern geschützt ist.

Nach dem großen Hagel- und Schneesturm posiert Pan vor der Kamera vor der atemberaubenden Kulisse der Laguna Leijacocha und des Nevado Copa.

In der Nacht blieb das Wetter ruhig, so dass wir am nächsten Morgen wieder den schneebedeckten Sechstausender und die Gletscherlagune, die sich in türkisgrüner Farbe verherrlichte, bewundern konnten.

Pan ist bereit abzusteigen und in den Talort Vicos und wieder in die Zivilisation zurückzukehren!

… anderthalb Tage im Schnee in den peruanischen Anden.

Imposante schneebedeckte Andenlandschaft mit einem zauberhaften winzigen Gletschersee.

… auf dem Rückweg – schon in trockenem Gelände – wandern wir in solch einer magischen Umgebung.

Am nächsten Nachmittag nähern wir uns dem Andendörfchen Vicos in einem märchenhaften Wald.

Über einen schneebedeckten Pfad und trotz der langen Strecke gelang es uns, in fünf Stunden zurück in das Andendorf zu gelangen, von wo aus wir schnell einen Colectivo nach Marcara und dann einen Kleinbus nach Huaraz bekamen. Als wir dann an unserer Basis ankamen, verdunkelte sich der Himmel erneut und es begann zu schneien. Ich hoffe, dass das gute Wetter in den kommenden Tagen zurückkehren wird, denn ich habe noch viele Pläne in der Kordillere Perus…

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