Ich wollte meine diesjährigen Hochgebirgsabenteuer in Peru mit einer achttägigen Umrundung der Cordillera Huayhuash beenden, aber leider hat das Wetter dies verhindert. Folglich unternahm ich eine mittelschwere Trekkingtour, bei der ich jeden Tag über viertausend Metern lagerte und einen verlassenen Pass auf 4.700 Meter bestieg. Ich habe ganz besondere Wochen hinter mir, genieße daher meine aktuellen Bilder!

Bereits in der Nebensaison fällt seit ca. 10 Tagen gegen Mittag immer ein ziemlich starker Regen in den Kordilleren. Ein schnelles Gewitter würde mich nicht stören, wenn am Nachmittag keine weiteren lange andauernden und ergiebigen Regenfälle folgen würden…

Meine bewährten Wandergefährten Pan und Sarina wandern zusammen mit mir auf dem Aukis Nani, dem „Pfad der Großeltern“, zwischen Olleros und Chavín de Huantar.

Letzterer ist ein ehemaliges Straßennetz der Inka, das bereits von früheren Zivilisationen in der Region genutzt wurde.

Im Tal der Quebrada Uquian – in unmittelbarer Nähe einer Schutzhütte – verbringen wir unsere erste Nacht in einer wunderschönen Umgebung auf 4.095 Metern.

Sarina weiß bereits Bescheid, dass demnächst eine Gewitterserie aufziehen wird, so ist es jetzt an der Zeit, unsere Zelte aufzubauen…

Das durchgehend sumpfige Feuchtgebiet des Uquian-Tals und die Collotacocha-Lagune sind zusätzliche Programmpunkte an unserem ersten Nachmittag. Ich besuchte das Humedal nach dem Zeltaufbau und vor dem täglichen Nachmittagsgewitter zusammen mit meiner deutschen Wanderpartnerin Sarina.

Wieder zelten wir über viertausend Meter in den Weißen Kordilleren.

Die Andenlandschaft zeigt hier ein völlig anderes faszinierendes Gesicht als einige hundert Meter höher.

Auch ohne schneebedeckte Berge, Gletscher und tiefgrüne Meeresaugen ist der Abschnitt zwischen Olleros und Sacracancha besonders beeindruckend.

Ein letzter Blick auf das unberührte Uquian-Tal, bevor wir uns auf den langen und etwas eintönigen Aufstieg begeben.

Schneebedeckte Fünftausender erscheinen.

Südlich des Nevado Uruashraju führt die deutsche Sarina unser Trio auf dem Pilgerpfad aus der Vor-Inka-Zeit zum Pass Punta Yanashallash.

Miss Pink (Sarina) und Miss Yellow (Pan) nach dem heftigen Starkregen auf dem Scheitelpunkt der Wanderung auf 4.700 m.

Nachdem wir den Pass erfolgreich überwunden hatten, stiegen wir ziemlich durchnässt über den serpentinenreichen Weg zu unserem Campingplatz in Shongo ab.

Auf dem Weg ins Tal hört der Regen auf und die Sonne beginnt zu scheinen, dennoch brauchen wir immer noch unsere warme Kleidung.

Wir erreichen unseren aktuellen Lagerplatz am Nachmittag. Es ist für mich das letzte Wildcampen in Peru in diesem Jahr.

Solarpanels sind keine seltenen Anblicke neben den traditionellen einheimischen Häusern mit strohgedeckten Dächern.

Schafskoppel auf über 3000 m.

Wir überqueren den Fluss Wacheqsa in Richtung Chavín de Huantar.

An unserem letzten Tag beeindruckt uns beim Abstieg die faszinierende Schönheit der Natur. Wir langweilen uns keinen Moment, unsere Kameras klicken ständig.

Lebensbilder aus den Anden.

Um Chichucancha taucht ein bisschen Zivilisation auf. Wir befinden uns nicht mehr weit von der bekannten archäologischen Stätte der Chavín-Kultur.

Unser Wandertrio beendete die 37 km lange abwechslungsreiche Trekkingtour in Chavín de Huantar, wo zum großten Leid meiner Wandergefährten das Zeremonienzentrum und das Museum an diesem Tag geschlossen waren.

In Huaraz verabschiedeten wir uns bei einem gemeinsamen Abendessen von den Anden. Ich werde meine Wanderschuhe und das Zelt für eine Weile beiseite lassen, es kann jetzt etwas Neues kommen. Ich habe noch ca. 10 Tage in Peru, bevor ich das Land wechsle und nach Ecuador weiter ziehe…

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