Mit kleinen Pausen bin ich seit Juni 2014 in Süd- und Mittelamerika unterwegs und habe viele lange Reiseetappen hinter mir.

“Warum führst Du keinen Blog? Warum schreibst Du kein Buch über Deine Eindrücke?” Diese und ähnliche Fragen habe ich während dieser Zeit oft gehört. Bis ich schließlich zur Erkenntnis gelangt bin, dass all diese Leute Recht haben könnten. Eigentlich hätte ich schon vor drei Jahren mit dem Bloggen beginnen sollen, denn ich spüre tief in mir habe ich die richtige Ader zum Schreiben.

Ich habe in anderen Lebensabschnitten meine eigenen Handballzeitschriften (auf englisch und auf ungarisch) publiziert, Jahre später die Internetseiten der Europäischen Handball Föderation (EHF) mit 50 Journalisten koordiniert und als Journalist bei jedem wichtigen Handballevent teilgenommen.

Am Beginn meiner Reise hatte ich mir aber ganz andere Ziele gesetzt. Als Ex-Manager der erfolgreichsten Damen-Handballmannschaft der Welt HYPO NÖ wollte ich unbedingt bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro mitarbeiten.

Ein langer Weg führte nach Rio zu den Olympischen Spielen - Rio de Janeiro, Brasilien

Ein langer Weg führte nach Rio zu den Olympischen Spielen – Rio de Janeiro, Brasilien

Bevor dieser Traum Wahrheit werden konnte hatte ich verschiedene Reisephasen. Ganz am Anfang war ich ein halbes Jahr von Ecuador bis nach Patagonien quer durch Südamerika unterwegs und habe mich sofort in den Kontinent verliebt – wegen der Musik, der Naturvielfalt (Anden, Amazonas, Karibik etc.) und wegen den lebenslustigen Menschen.

Bei der folgenden Reise entschied ich mich dafür, eine kurze Pause einzulegen und in São Paulo in einer Sprachschule portugiesisch zu lernen. Zurück auf der Schulbank habe ich mich fünf Wochen lang damit beschäftigt, die Sprache schnellstmöglich zu erlernen, um mich weiterhin für die Olympischen Spiele bewerben zu können.

Danach verbrachte ich Ende 2015 zwei Monate in meinem Zelt an der Küste von Brasilien, mein Weg führte mich von Alagoas bis in den Norden nach Belém. Danach ging es vom Amazonas aus nach Surinam, Guyana, Venezuela und Kolumbien.

Von oben schaut es noch schöner aus: Gipfeltour mit Eispickel - Huayna Potosi (6088 m), Bolivien

Von oben schaut es noch schöner aus: Gipfeltour mit Eispickel – Huayna Potosi (6088 m), Bolivien

Nachdem ich das Interview für Rio 2016 bestanden hatte, folgten fünf Monate in der Olympiastadt. Ich habe mit meinem Team die Handballspiele der Damen und der Herren vorbereitet bzw. während des Events alle Funktionäre des Internationalen Handball Verbandes (IHF) inkl. Schiedsrichter(innen) erfolgreich betreut. Es war eine wunderschöne Zeit mit vielen neuen Erfahrungen und Abenteuern und ohne Zweifel die Krönung meiner zehnjährigen Sportkarriere.

Spitzkrokodil posiert für ein Foto - Tortuguero Nationalpark, Costa Rica

Spitzkrokodil posiert für ein Foto – Tortuguero Nationalpark, Costa Rica

Das nächste halbe Jahr verbrachte ich damit, Mittelamerika von Mexiko bis Panama intensiv zu erkunden. Ich ging in Guatemala zur Schule, lebte bei einer lokalen Familie und lernte Spanisch. Mit Belize konnte ich am Ende meiner letzten Reise Land Nummer 20 in Lateinamerika abhaken.

Karibisches Flair mit unberührter Küste - Manzanillo Nationalpark, Costa Rica

Karibisches Flair mit unberührter Küste – Manzanillo Nationalpark, Costa Rica

Da ich nun meine Sportkarriere für eine Zeit lang zur Seite legen will, kann ich mich jetzt zu 100% meiner Leidenschaft dem Reisen (ganz besonders im Süd- und Mittelamerika) widmen. Und ab diesem Zeitpunkt im vierten Jahr meiner langen Reise könntet ihr mich dank meines Blogs dabei begleiten.

Niedliches Faultier zum Greifen nahe - Cahuita Nationalpark, Costa Rica

Niedliches Faultier zum Greifen nahe – Cahuita Nationalpark, Costa Rica

Mit den gesammelten Erfahrungen der letzten Jahre möchte ich Euch das magische Lateinamerika, die Vielfalt der Natur (Urwald, Gebirge, Hochebenen, Gletscher) und die Bekanntschaften mit lebenslustigen Menschen, näher bringen.

Sei dabei und lass Dich inspirieren!

Márk Hegedüs, #lifeisalongweekend