Ich habe meinen Lieblingsort auf dem Galapagos-Archipel zweimal innerhalb eines Monats besichtigt. Wir unternahmen eine sehr aufregende Wanderung auf den marsähnlichen Landschaften des Volcán Chico. Bewunderten dann Blaufußtölpel und Galápagos-Pinguine im natürlichen Schutzgebiet von Las Tintoreras. Abschließend schwammen die hartnäckigen Teilnehmer der Gruppe mit Meeresschildkröten und Weißspitzen-Riffhaien in den außergewöhnlichen Kanälen der Los Túneles. Isabela war wieder mal eine großartige Erfahrung! Ich hoffe, ich kann noch viele Male auf diese großartige Insel zurückkehren.

Ich schätze mich sehr glücklich, dass ich die Gelegenheit hatte, aufgrund von zwei Gruppen sowohl im Januar als auch im Februar je eine Woche auf den Galápagos-Inseln verbringen zu dürfen. Da ich zuvor schon die besten Attraktionen und Aktivitäten des Archipels vorgestellt habe, werde ich dieses Mal die vielfältigen Eindrücke unserer Aufenthalte in Form eines Bildberichts Revue passieren lassen.

Schon die Ankunft auf Isabela ist einzigartig. Trotz der Tatsache, dass man zehn Dollar „Eintrittsgebühr“ bezahlen muss, vergessen wir beim Anblick von dutzenden Galápagos-Seelöwen schnell den Fakt, dass in den letzten Jahren auf den Inseln eindeutig nur um das Geld geht. Wir freuen uns wie kleine Kinder über die lebhafte Seelöwenkolonie als Empfangskomitee am Pier.

Auf Playa Isabela sonnen sich die Seelöwen zusammen mit den Besuchern.

Apropos Strände. Im Gegensatz zu Santa Cruz benötigt man auf Isabela nur einen kleinen Spaziergang, um an die nette Strandpromenade zu gelangen. Der lange Sandstrand grenzt direkt an die Siedlung, und auch hier sind faul in der Sonne liegende Leguane garantiert.

Hinter dem Strand befindet sich die Laguna Salinas, der größte Salzwassersee der Galápagos-Inseln, in dem Dutzende Flamingos leben.

Obwohl meine Gruppe aus dem außergewöhnlich kalten Winter in Europa nach Ecuador anreiste, und das gute Wetter auf den Inseln genoss, haben wir unsere Tage mit etwas anderem als weißen Sandstränden und Sonnenbaden verbracht.

Die Kanäle der Tintoreras-Inseln direkt gegenüber der Bucht von Puerto Villamil sind sehr gute Tauchplätze. Der Seespalt ist eine vulkanische Entlüftung, die als Überbleibsel eines langen Lavastroms entstand, der von Meereswellen geformt wurde. Bei Flut sammelt die Lavaröhre das Wasser und bei Ebbe ist das Becken vollständig vom Meer abgeschnitten, sodass die Tierwelt im kristallklaren Wasser des Lavakanals gefangen bleibt.

Leider haben wir beim Schnorcheln keine Weißspitzenhaie gesehen, nichtsdestotrotz zeigte der Tauchgang neben einigen Riesenschildkröten auch andere ganz besondere Eindrücke der atemberaubenden Unterwasserwelt.

Das Interessante von Las Tintoreras ist, dass es bei der Tour nicht nur ums Schnorcheln geht, sondern auch um die äußerst vielfältige Fauna, die leicht vom Boot aus beobachtet werden kann. Von den besonderen Tieren, die auf der bewachsenen Lavalandschaft und den Felsen des Eilands erblickt wurden, ist mein größter Favorit der endemische Galápagos-Pinguin, der, während er sich im Cromwell-Strom abkühlt, niemals den Archipel verlässt.

Wie bewunderten die erstaunlichen Tiere auch auf Lehrpfaden zwischen versteinerten Lavafeldern und beeindruckenden Klippen der kleinen Inselgruppe Las Tintoreras.

Es gibt lokale Führer auf allen Touren auf den Galápagos-Inseln.

Wenn ich mit einer Gruppe die Insel Isabela besuche, fahre ich mit einem Fahrrad immer zur geschichtsträchtigen “Wand der Tränen”. Von 1945 bis 1959 wurde die Insel von der ecuadorianischen Regierung als Sträflingskolonie ausgewiesen, so wurden Strafgefangene hierher deportiert. Die Sträflinge, die ihre Haft auf der Insel verbüßten, wurden verpflichtet eine Wand mit riesigen Lavasteinen zu bauen. Der Höhepunkt der Radtour ist nicht wirklich die Tränenwand selbst, sondern eher die Vielzahl ungewöhnlicher Sehenswürdigkeiten und einzigartiger Orte an denen man Halt macht.

Eine davon ist die Lavahöhle und ihre karge Umgebung, die ihre besondere Form der extremen vulkanischen Aktivität verdankt, die häufig auf der Insel auftritt. Die Topographie der Insel bildet sich aufgrund intensiver Vulkanausbrüche und Lavaströme ständig.

Der karge Küstenstreifen von Isabela ist geprägt von Mangrovensümpfen und dichten Mangrovenwäldern. Die Mangroven, die eine dschungelartige Umgebung bilden, bieten einen schönen Anblick.

Nach etwas Suchen auf den heißen schwarzen Lavasteinen kann man eines der ikonischen Tiere der Galápagos-Inseln, die Meerechse, finden.

Auf unserer Radtour begegnen wir auch Klippenkrabben und dem endemischen Galápagos Fliegenfänger.

Es ist nicht immer einfach, genügend Abstand zu den Riesenschildkröten zu halten, oder?!

Auf geht’s zum längsten und komplexesten Unterwasser-Lavatunnelsystem der Insel Isabela, in dem die artenreichste Tierwelt der Insel im transparenten, türkisfarbenen Wasser zu bewundern ist.

Beim Schnorcheln wird das Unterwasserweltwunder des einzigartigen Lavatunnels “Túneles Cabo Rosa” erkundet.

In den natürlichen Vulkanformationen von Los Túneles, die sich über mehrere Jahrtausende gebildet haben, befindet sich eine Kolonie von blaufüßigen Tölpeln.

Ich habe in den letzten Jahren fleißig Dutzende von Vulkanen in Lateinamerika durchquert, aber mein Herz pochte vor Aufregung, als sich herausstellte, dass der Vulkan Chico auf der Insel Isabela besucht werden kann.

Im Jahr 2018 konnte ich aufgrund der intensiven Wiederaufnahme der vulkanischen Aktivität nur zum aktivsten Vulkan der Galápagos-Inseln, dem Vulkan Sierra Negra, hinaufsteigen. Der 535.000 Jahre alte Sierra Negra ist unter anderem für seine Caldera mit einem Durchmesser von fast zehn Kilometern bekannt, und ist damit der zweitgrößte aktive Kraterkegel der Erde. Wenn man am Rande der Caldera steht, ist es unmöglich, den geschlossenen riesigen Krater fotografisch festzuhalten.

Diesmal war endlich das Glück auf unserer Seite, so dass wir die besondere marsähnliche Landschaft des Volcán Chico kennenlernen konnten.

Die erstarrte Lava schuf im Lauf der Zeit besondere Gesteinsformen.

Ein offener Lavaspalt ermöglicht ein lustiges Foto.

Ausgehend vom Hochland der Insel Isabela stiegen wir in fast anderthalb Stunden zum 860 Meter hohen Riss des Volcán Chico ab, wo wir in einer echten Mondlandschaft wanderten, um die Spuren der Dampferuptionen postvulkanischer Aktivitäten zu bewundern.

Csilla posiert am Plateau des Volcán Chico, von dem man einen tollen Ausblick über die Insel und die vielen erkalteten Lavafelder bekommt.

Jede Minute der 16 km langen Wanderung war ein wunderbares Erlebnis und machte die Kombination Sierra Negra / Volcán Chico zum perfekten Ende unserer außergewöhnlichen Woche im letzten Paradies auf Erden.

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