Die erste Hälfte meiner Reisegruppe ist vor kurzem in Ecuador eingetroffen. Meine Touristen wollten die halluzinogene Droge Ayahuasca probieren, also sind wir ins Amazonasgebiet gereist, wo wir nach der Zeremonie auch für die Silvesternacht geblieben sind. Wir haben unsere Entscheidung überhaupt nicht bereut, da wir viele bunte Tiere gesehen, und auch geröstete Würmer – die klassische Spezialität der im Amazonasgebiet lebenden indigenen Stämme – probiert haben.

Nach ein paar Tage Aufenthalt in Quito kam die erste Hälfte meiner ecuadorianischen Reisegruppe kurz nach Weihnachten an. Csabi und Dani haben mich schon vor einem Jahr in Kolumbien besucht. Die beiden waren höchst begeistert und somit wurde bereits zu diesem Zeitpunkt eine südamerikanische Abenteuertour auch für dieses Jahr geplant. Allerdings hatten die Jungs zwei Wünsche: die Gruppe zu erweitern und an Ayahuasca-Zeremonien im richtigen zeremoniellen Rahmen teilzunehmen. Zum Außenposten der aktuellen Gruppe gesellte sich Marcsi, die sich ganz besonders wegen der Erfahrung mit dem Pflanzengebräu mit halluzinogener Wirkung entschieden hat, die Reise nach Ecuador anzutreten.

Marcsi genießt mit einem breiten Lächeln im Gesicht jede Minute des Treffens mit der indigenen Bevölkerung.

Zutaten für die Herstellung des Ayahuasca-Sudes.

Vorbereitung auf die erste Ayahuasca-Zeremonie!

Der stark psychoaktiv wirkende Cocktail wird zubereitet.

Wir beschlossen, die rituellen Ayahuasca-Zeremonien vor und nach der Ankunft der zweiten Hälfte der Reisegruppe zu unternehmen, da das oben genannte Trio mit mir fast einen ganzen Monat im südamerikanischen Land unterwegs sein wird, während die andere Hälfte der Gruppe nicht so sehr am starken psychoaktiven Cocktail der heiligen Pflanze interessiert war. Der psychedelisch wirkende Tee aus dem Amazonasgebiet wurde von meinen Gästen schließlich während einer traditionellen Heilzeremonie in der Nähe von Tena im Amazonas-Regenwald ausprobiert. Jede(r) erlebte die Zeremonie mit unterschiedlicher Erfahrung.

Unser Außenposten unterwegs zu Joses Regenwaldanwesen.

So viel interessantes kann im Garten unseres Zeremonienmeisters fotografiert werden!

Es gibt viele interessante Insekte im Dschungel.

Nach der Ayahuasca-Zeremonie kann endlich mal wieder richtig konsumiert werden. Wir nutzen es nach unserer Rückkehr nach Tena gleich aus!

Die anderthalb Tage, die wir bei den Amazonas-Indianern verbracht haben und die Erfahrung mit Ayahuasca wurden zu bestimmenden Themen der nächsten Tage. Zum Glück erlebten wir aber noch einige weitere Attraktionen im Regenwald rund um Tena. Auch der letzte Tag des Jahres wartete auf uns…

Das Hostal Tena Ñaui ist unsere Basis für Silvester.

Der versteckte Hauptplatz von Tena ist eine Hommage an das indigene Volk der Shuar-Indianer.

Im Jahr 2014 waren Tapire im Amazónico “La Isla” Park in der Innenstadt Tenas noch zu bewundern. Heutzutage befindet sich aber der Park in einem eher heruntergekommenen Zustand, und mittlerweile haben auch die Tiere die Parkanlage verlassen.

Tena wurde am Zusammenfluss des Río Tena mit dem Río Pano und dem Río Misahuallí gebildet.

Traditionelle ecuadorianische Neujahrsmaske.

Wir haben uns mit einem umfangreichen Programm auf das neue Jahr vorbereitet. Als erstes fuhren wir in die kleine Hafenstadt Ahuano am Ufer des Río Napo. Wir bestiegen ein traditionelles Holzboot und unternahmen eine ca. halbstündige Bootsfahrt auf einem der Nebenflüsse des Amazonas. Schon die Fahrt selbst bot meinen Gästen ein ganz außerordentliches Erlebnis. Unser Ziel war das amaZOOnico-Tierrettungscenter. Hier werden seit fast 30 Jahren Tiere aus dem illegalen Tierhandel gesund gepflegt und wenn möglich später in einem sogenannten Schutzwald wieder ausgewildert.

Im AmaZOOnico Animal Rescue Centre lernen wir verletzte und ehemals gefangene Tiere und ihre Geschichte kennen.

Anschliessend machten wir einen Spaziergang im dichten tropischen Regenwald und erlebten die unberührte Natur des Dschungels bzw. beobachteten Kaimane im Altwasser des Río Napo. Im Hafen von La Punta, in einem von einer deutschen Frau geführten Restaurant, kosteten wir frisch gefangene Flussfische und stiegen dann in einen Bus, der uns zur Kreuzung Richtung Puerto Misahuallí brachte. Ab hier ging es nach einem halbstündigen Spaziergang in die Kleinstadt.

Ein paar Schnappschüsse aus dem Amazonas-Regenwald.

Typisches Mittagessen im Amazonastiefland.

Chontacuro ist eine exotische Nahrung der Eingeborenen. Würdest Du das typische Gericht der lokalen Bewohner kosten?!

Puerto Misahuallí ist nicht nur für die gebratenen Würmer bekannt. Die andere Haupttouristenattraktion der Amazonas-Siedlung ist die Affenfamilie, die auf dem Hauptplatz und an den Bäumen am Flussufer für die Touristen posiert. Seitdem die Kapuzineraffen zu einer beliebten Touristenattraktion geworden sind, verhalten sie sich oft aggressiv. Dieses Verhalten ist auf menschlichen Einfluss zurückzuführen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die sich auf dem Hauptplatz frei herumlaufenden Kapuzineraffen Menschen angreifen und oft Baseballkappen, Handys und Kameras, oder sogar den Leuten das Essen aus den Tellern im Restaurant klauen.

Das tropische Tena ist kein schöner Ort, aber die sehenswerte Natur in der unmittelbaren Umgebung ist für ein paar Tage die Reise wert.

Die Kapuzineraffen sind eine der besonderen Sehenswürdigkeiten in Puerto Misahuallí.

Am Silvesterabend herrscht am Flussufer des Río Napo viel Verkehr.

Ich war in den letzten sieben Jahren mehrmals in der Gegend um die Stadt von Tena unterwegs, aber ich habe in der tropischen Siedlung noch nie so viele Menschen gesehen wie jetzt an Silvester. An den Ufern des Río Napo herrschte reges Leben. Zwischen den vielen Ständen fanden wir auch den Stand, der gebratene Würmer anbot. Die beiden Jungs waren mutig und probierten die Würmer, allerdings gaben sie nach ein paar Chontacuros auf. Der Cocktailstand mit den lokalen Silvesterdrinks war für beide viel interessanter. Natürlich testeten wir die leckeren Cocktails stundenlang und kehrten erst am späten Abend mit einem Colectivo nach Tena zurück, wo wir uns auf der Straße vom alten Jahr verabschiedeten.

Am Nachmittag fanden wir unseren Lieblingscocktailplatz.

Ein gemeinsames Foto mit den einheimischen Völkern ist ein Muss!

Am nächsten Morgen sind wir rechtzeitig nach Quito zurückgefahren. Die andere Hälfte der Gruppe wird am Abend in der ecuadorianischen Hauptstadt eintreffen und wir werden morgen unsere gemeinsame Reise beginnen!

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