Mein 90-tägiger Aufenthalt in Peru geht bald zu Ende, so nutzte ich daher meine letzten Tage gut aus und besuchte während meines Aufenthalts um Chiclayo die letzte Ausgrabungsstätte. Um ehrlich zu sein, habe ich zum ersten Mal vom Pyramidenkomplex Chotuna-Chornancap erst gehört, als ich das geniale Museum der Königsgräber von Sipán besuchte. In einer der zweifellos reichsten peruanischen Ausstellungen in Lambayeque entdeckte ich einen Handzettel auf dem die Anlage von Chotuna erwähnt wurde. Beim Tempelbau handelt es sich um die Legende des mythischen Königs Naymlap

Es ist bekannt, dass ich kein großer Fan von Motortaxis bin. Daher ging ich bei zu großer Hitze zu Fuß vom Zentrum von Lambayeque zu den gewaltigen Bauten von Chotuna, die zwischen den aus vom Wind verblasenem Sand bedeckten Dünen versteckt sind.

Chotuna ist ein Überbleibsel von Stufenpyramiden (Huacas), Palästen und ummauerten Lehmhäusern.

Das örtliche Museum um Naymlap’s “Tempel-Palast” namens “Chot” wurde am 19. September 2009 eingeweiht.

Keramikfund aus der Mochica-Zeit im Museum von Chotuna an der nördlichen Pazifikküste von Peru.

Die Ausstellung zeigt die mumifizierten Überreste eines Kindes aus dem 15. Jahrhundert.

Insgesamt 33 Skelette wurden aus den Gräbern der Opferstätte der Huaca de Los Sacrificios ausgegraben.

Im Chotuna-Komplex wurde eine Reihe von Keramikfunden aus der Sicán- und Mochica-Zeit gefunden.

Nach Geschichten spanischer Chronisten begründete der über das Meer kommende Sicán-König Naymlap die neue Regionalmacht. Sein Name in der Sprache der Mochica bedeutet Wasservogel oder Hahn.

Neben Chotuna gibt es mehrere andere Huacas, von denen einige bereits von Archäologen ausgegraben und freigelegt wurden.

Das Verwaltungszentrum zwischen den Pyramiden der Huaca Chotuna und Huaca de los Frisos.

Die Überreste der Kirche von Huaca de los Frisos sind seit 2010 für die Öffentlichkeit geöffnet.

Die Gebäudereliefs und Ikonografien sind wunderschön und sehr gut erhalten.

Die imposante Fassade ist einer der spannendsten Funde in Huaca de los Frisos.

Der Deutsche Hans Heinrich Brüning hatte vor über 100 Jahren als Erster die Lehmziegel-Pyramiden von Sicán-Lambayeque untersucht. Das unbedingt besuchenswerte Museo Arqueologico Nacional Brüning trägt den Namen des archäologischen Autodidakts.

Die Huaca de los Frisos ist vollständig bedeckt und schützt die ausgegrabenen Überreste vor dem Wüstensand.

Ich verabschiede mich von Peru mit einem Gemälde, das die Geschichte des mythischen Dynastiegründers Naymlap zeigt. Ich werde in ein paar Tagen das Land wechseln, Ecuador wartet auf mich!

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