Mit einem internationalen Dreierteam erreichte ich auf einem schwierigen und steil ansteigenden Zickzackpfad einen der schönsten eisigen Berggiganten der Cordillera Blanca. Die äußerst spektakuläre Gletschertour entschädigte uns alle reichlich für das frühe Aufstehen und die herausfordernde und anstrengende Bergwanderung. Viel Spass mit dem Fotobericht!

Mein Wecker klingelte schon um vier Uhr morgens, so saß ich bereits um 4:45 Uhr in einem Kleinbus, der mit meinen taiwanesischen und tschechischen Wanderkollegen in den Norden nach Carhuaz fuhr.

Ich traf den Tschechen Michal im Bus von Lima nach Huaraz. Er sprach mich spontan an und nach einer halben Stunde Unterhaltung tauschten wir den Kontakt aus. Nach erfolgter Akklimatisierung stieß Michal einige Tage später zu uns, um gemeinsam die Laguna 513 zu bewältigen, die in den Tiefen steiler Schluchten am Fuße des Gletschers El Hualcán (6.125 m) versteckt ist.

Der höchste Berg der majestätischen Kette der Cordillera Blanca, Huascarán (6.768 m), ist auf dem Weg zum Ausgangspunkt unserer Bergtour wieder in seiner vollen Pracht sichtbar.

Ausgehend von Shonquipampa auf 3.540 Metern erreichten wir – anders als zuvor – schon nach einigen Kilometern im Flusstal den Fuß des schmelzenden Gletschers.

Wir konzentrierten uns auf die atemberaubend schöne Landschaft und die beeindruckenden Naturwunder der Weißen Kordillere und marschierten angenehm in einem ruhigen Tempo.

Magische Andenflora in der peruanischen Kordillere.

Nachdem wir den offiziell nicht markierten Pfad gefunden hatten, begann ein Wanderweg, der in einer charakteristischen Zick-Zack-Linie zum idyllischen Bergsee von Rajupáquinan führte.

Der intensiv ansteigende und immer engere Pfad stellte eine Herausforderung dar und war nicht einfach zu bewältigen. Wir haben bergauf in sehr kurzer Zeit 500 Höhenmeter zurückgelegt und so war es bei der Rajupáquinan-Lagune auf 4.100 Metern über dem Meeresspiegel an der Zeit, eine halbe Stunde Pause einzulegen und zu frühstücken.

Die Laguna 513 ist eine schweißtreibende Trekkingtour, die einen relativ großen Höhenunterschied überbrückt und reich an fabelhaften Aussichten ist.

Pan erwies sich wieder als geeignete Wanderbegleitung und ertrug die sauerstoffarme Umgebung des Hochgebirges sehr gut. Sie tat dies, obwohl sie vor zwei Monaten während der anspruchsvollen Umrundung des Alpamayo einen schweren Unfall erlitten hatte, bei dem sie von einer steilen Felswand herunterfiel und von jungen Schülern einer Schule gerettet wurde.

Nach einer langen und kargen Strecke wandern wir im Naturparadies geisterhafter Polylepis-Wälder.

Während der nächsten Etappe erwartete uns ein weiterer Höhepunkt, der Aufstieg zur Moräne des schneebedeckten Hualcán, dem höchsten Punkt dieses Treks.

Immer wieder donnern an den Hängegletschern Eislawinen in die Tiefe.

Der 1987 entstandene Gletschersee “Laguna 513” befindet sich am Abhang des Nevado Hualcán auf einer Höhe von 4.431 Metern.

Die steil aufragende Gletscherwand, die die Lagune speist, befindet sich an der Seite von El Hualcán.

Das “Gipfelfoto” schießen wir am intensiven türkisfarbenen Meerersauge Laguna 513.

Auf dem Weg nach unten erleben wir ein unglaublich schönes Panorama auf das angrenzende Tal.

Abgesehen von uns sind nur ein belgisches und ein schweizerisches Paar auf dem Berg gewandert.

Die Cordillera Blanca ist ein Naturwunder verschneiter Berggipfel.

Die gegenwärtigen Erfahrungen und die damit verbundenen Gefühle, die ich jeden Tag auf den Wanderwegen in den atemberaubenden Landschaften des Huascarán-Nationalparks sammle, sind in Wort und Bild unersetzlich.

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